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Aktuelles
Informationen zum Gewerbegebiet G6 in Tennenlohe
Am Sonntag, den 23.10.2011 soll es ein Ratsbegehren zum Gewerbegebiet G6 geben.
Dabei soll entgültig geklärt werden, ob ein neues Gewerbegebiet in Tennenlohe gebaut werden soll oder nicht. Das Ratsbegehren wurde durch den Stadtrat der Stadt Erlangen ins Leben gerufen, obwohl es im Stadtrat eine Mehrheit gab. Davor wurde die Abstimmung immer wieder von der Tagesordnung genommen und vertagt.
Der gesamte Ortsbeirat Tennenlohe, sowie die F.W.G. Erlangen sprechen sich gegen das Gewerbegebiet G6 aus.
Für dieses geplante Gewerbegebiet gibt es bis jetzt noch keinen Interessenten. Um ein derartiges Gewerbegebiet in Tennenlohe zu umzusetzen, sind einige Anpassungen nötig. So muss zum Beispiel das Gebiet erst erschlossen werden und die Zufahrtsstraßen, dazu gehört auch die Weinstraße, ausgebaut werden. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens soll eine Brücke über die Bahntrasse gebaut werden. Dies würde einige millionen Euro allein für die Zufahrt zum Gewerbegebiet kosten. Zudem ist die Weinstraße jetzt schon überfüllt, da diese so schmal ist, dass keine zwei LKWs aneinander vorbei kommen.
Nicht nur die fehlende Erschließung ist ein Problem, auch sollen für dieses Gewerbegebiet in Tennenlohe Vollerwerbsbauern enteignet werden. Aufgrund der Nähe zur Bahntrasse müssen die Bauern der Bahn Ausgleichsflächen zur Verfügung stellen, nun soll ihnen auch noch ihre Existens wegenommen werden.
All dies geschieht obwohl in Erlangen außreichend bereits erschlossene und eingetragene Gewerbegebiete im Flächennutzungsplan gekennzeichnet sind. Hierbei handelt es sich beispielsweise um freie Flächen hinter dem Media Markt /Coca Cola in Frauenaurach, sowie das alte Kraftwerksgelände des Franken II.
Es wäre gerade in Zeiten, wo Erlangen ein großes Haushaltsloch hat und zum sparen verplichtet ist, wesentlich sinnvoller bereits ausgewiesene Flächen zu nutzten als Bürger zu enteignen.
Tennelohe ist zudem bereits durch die Straßen eingekesselt. So bilden die Autobahn A3, die B4 und Weinstraße ein Dreieck in dessen Mitte Tennelohe sich befindet. Ein Gewerbegebiet würde dann die letzte mögliche zu bebauende Fläche versiegeln und jedlichen Raum für Ausbreitung nehmen, da aufgrund des Bannwaldes und eines Überschemmungsgebietes diese Flächen nicht zur Verfügung stehen.
weitere Informationen zum G6
| G6_Gegenueberstellung_Pro_Contra.pdf | |
| G6_Lageplan.pdf | |
| G6_Stimmzettel.pdf |
