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Verkehr
Öffentlicher Nahverkehr:
Durch Maßnahmen zur Busbeschleunigung der meisten Stadtbuslinien konnte in diesem Jahr der ÖPNV attraktiver gestaltet werden.
Leider ist diese Anstrengung nur teilweise effektiv, da z. B. die Stadtbuslinie 281 sowie die Linien der Umlandbusse nicht über dieses System verfügen.
Hier ist eine Anpassung notwendig.
Eine bessere Fahrplanabstimmung der Buslinien untereinander und mit der Deutschen Bahn ist wünschenswert und würde den ÖPNV-Nutzern wesentliche Erleichterungen bringen.
Die Vertaktung einiger Linien ist verbesserungsfähig.
Neubaugebiete sollen baldmöglichst in die Streckenführung der Busse einbezogen werden.
Der Transport der Schulkinder gibt immer wieder zu Beschwerden Anlass. Gerade in den Wintermonaten sind die Busse oft dermaßen überfüllt, dass Kinder einfach stehen gelassen werden.
Wir wollen eine Verbesserung erreichen und wünschen uns hier vor allem eine höhere Flexibilität der Verkehrsplaner. Unser Ziel ist es, den Bürger/Innen ein attraktiveres Nahverkehrsangebot zu bieten.
In den letzen 5 Jahren wurden die Fahrpreise für den Stadtbus jährlich erhöht.
Sicher spielen auch hier der gestiegenen Kosten für Treibstoffe eine Rolle, gleichzeitig muss man aber auch sehen, dass die Löhne, Gehälter und Renten der ÖPNV-Nutzer nicht in gleichermaßen gestiegen sind.
Eine kontinuierliche Preiserhöhung bei gleichzeitiger Ausdünnung der Vertaktung und Streichung von Stadtbuslinien ist das falsche Signal für den öffentlichen Nahverkehr.
Das Ziel muss daher sein, den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten, dass er noch mehr an Akzeptanz gewinnt und durch die damit verbundene höhere Nachfrage für die ESTW rentabler wird.
Straßenverkehr:
In Erlangen ist ein großer Teil der Arbeitsplätze im Stadtzentrum angesiedelt. Durch die bauliche Erschließung des Stadtwestens möchten immer mehr Arbeitnehmer von dort ins Stadtzentrum gelangen. Zusätzlich ist die Zahl der Pendler deutlich gestiegen.
Die vorhandenen Talübergänge der Regnitz sind deshalb mehr denn je
zu den Verkehrsspitzen völlig überlastet, was sich in langen Staus niederschlägt.
Die dadurch auftretende Umweltbelastung durch Abgase ist enorm.
Eine weitere wirtschaftliche Entwicklung ist nur dann sinnvoll, wenn gewährleistet ist, dass die Arbeitnehmer/Innen zügig zu ihren Arbeitsplätzen gelangen können.
Daher erachten wir den Bau der „Kosbacher Brücke“ für notwendig und ökologisch vertretbar.
Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Bereich ist für uns auch der Straßenunterhalt.
Die bestehenden Straßen im Stadtgebiet Erlangen sind nicht nur wichtige Verbindungswege sondern stellen auch Vermögenswerte dar.
Leider ist in diesem Bereich in den letzen Jahren umfangreich gespart worden, in Folge dessen befinden sich die Erlanger Straßen teils in sehr schlechtem Zustand. Wie mit so vielem gilt auch hier der Grundsatz: „Wenn man zulange spart wird’s am Ende erst richtig teuer“. Gleiches gilt auch für das Rad-und Fußwegenetz.
Deshalb setzen wir uns für konsequenten Unterhalt des Erlanger Straßen-, Rad-, und Fußwegenetzes ein.
Durch die Einführung von Verflechtungsspuren auf den Bundesautobahnen A3/A73 erfolgte faktisch ein 6-spuriger „Ausbau“ durch die Hintertür.
Die Anwohner im Stadtwesten, Bruck und Eltersdorf sind durch die damit verbundene Lärmbelastung sehr stark betroffen.
Wir fordern als Sofortmaßnahme Geschwindigkeitsbegrenzungen entlang der betroffenen bebauten Bereiche.
Langfristig kann aber nur mit Lärmschutzwänden Abhilfe geschaffen werden, die wir nach Vorliegen der Planfeststellungsbeschlüsse weiter anmahnen werden.
Fuß- und Radwegenetz:
Das Fuß und Radwegenetz in Erlangen ist bereits sehr gut ausgebaut, jedoch z. T. in einem schlechten Zustand.
Darüber hinaus finden wir die Erlanger Unterführungen verbesserungsbedürftig. Mit einer ansprechenden Gestaltung und verbesserten Beleuchtung kann man diese schöner und sicherer machen. In Verbindung mit dem Bahntrassenausbau bietet es sich an, den Gerbereitunnel einseitig zur Innenstadt zu verbreitern und die gefährliche Steigung zu entschärfen.
Die Brücke der Fuß-Radwegeverbindung Frauenaurach / Kriegenbrunn / Neuses / Herzogenaurach muss vordringlich wiederhergestellt werden (siehe auch unser Stadtratsantrag vom 10.09.07).
Der Teil des oben genannten Fuß- und Radweges im OT Neuses ist dringend sanierungsbedürftig und soll erneuert werden.
Wir setzen wir uns dafür ein, dass die Fuß- und Radwege im Talraum so gestaltet werden, dass sie nach Hochwasserereignissen baldmöglichst wieder benutzbar sind.
